Einst Weltwunder, heute Touristenzentrum - Bodrum

Waren es einst die Schiffe, die Bodrum im Südwesten der Türkei den Reichtum brachten – und heute wieder gefragter denn je sind – nimmt inzwischen der Tourismus den Rang als wichtigstes Wirtschaftsstandbein ein. Dazu trägt nicht zuletzt das Mittelmeerklima bei, das zum einen warm, allerdings auch windreich ist und somit ideale Bedingungen für Surfer schafft.

Schon in der Antike war die heute 35.000 Einwohner zählende Stadt berühmt, damals noch unter dem Namen Halikarnassos bekannt. Beherbergte sie doch eines der sieben Weltwunder der Antike – das Grab von Mausolos, dem persischen Satrap und König von Karien, besser bekannt als Mausoleum. Heute ist von der Anlage nichts mehr zu sehen. Sie wurde Opfer eines Erdbebens. Im Johanniterkastell St. Peter wurden einige der Reste verbaut und im Britischen Museum in London können einige der Skulpturen bewundert werden.

Das Kastell beherbergt heute eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Bodrum, das Unterwassermuseum. Mit dem Schiff von Uluburun verfügt es über ein wahres Prachtstück. Das Wrack stammt aus der Bronzezeit. Es wurde samt Ausstattung und Fracht geborgen, die aus Zypern, Mykene, Persien und auch Ägypten stammt. Gefunden wurde auch eine Schreibtafel aus Holz. Sehenswert in Bodrum sind auch das Myndos Tor, Tempelreste und ein Theater. Bei einem Rundgang durch die Stadt werden das Krämerviertel und die maximal zweigeschossige Bauweise auffallen. Denn Bodrum hat sich zur Maßgabe gemacht, den historischen Stadtkern nicht mit Betonbauten zu verschandeln.

 

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